Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gebe ich die Richtsatzsammlung für das Kalenderjahr 2016 bekannt (Anlage).

Anlage – Richtsatzsammlung für das Kalenderjahr 2016

Vorbemerkungen

A) Allgemeines

1.

Die Richtsätze sind ein Hilfsmittel (Anhaltspunkt) für die Finanzverwaltung, Umsätze und Gewinne der Gewerbetreibenden zu verproben und ggf. bei Fehlen anderer geeigneter Unterlagen zu schätzen (§ 162 AO). Bei formell ordnungsmäßig ermittelten Buchführungsergebnissen darf eine Gewinn- oder Umsatzschätzung nach ständiger Rechtsprechung in der Regel nicht allein darauf gestützt werden, dass die erklärten Gewinne oder Umsätze von den Zahlen der Richtsatz-Sammlung abweichen. Werden für einen Gewerbebetrieb, für den Buchführungspflicht besteht, keine Bücher geführt, oder ist die Buchführung nicht ordnungsmäßig (R 5.2 Abs. 2 EStR), so ist der Gewinn nach § 5 EStG unter Berücksichtigung der Verhältnisse des Einzelfalles, unter Umständen unter Anwendung von Richtsätzen, zu schätzen (R 4.1 Abs. 2 EStR). Ein Anspruch darauf, nach Richtsätzen besteuert zu werden, besteht nicht.

2.

Die Richtsätze sind für die einzelnen Gewerbeklassen auf der Grundlage von Betriebsergebnissen zahlreicher geprüfter Unternehmen ermittelt worden. Sie gelten nicht für Großbetriebe.

3.

Die Richtsätze stellen auf die Verhältnisse eines Normalbetriebs ab. Der Normalbetrieb ist ein Einzelunternehmen mit Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich. Die Richtsätze können bei Betrieben von Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Körperschaften ermittelt und angewendet werden. Bei dem Vergleich mit dem Normalbetrieb sind die Besonderheiten des Körperschaftsteuerrechts zu beachten.

4.

Die Richtsätze finden auch auf Steuerpflichtige mit Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahmenüberschussrechnung) Anwendung. Hierzu sind die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen (ggf. Umrechnung der Einnahmen und Ausgaben von Ist- auf Sollbeträge, Neutralisierung der Umsatzsteuer, Zuordnung außerordentlicher bzw. periodenfremder Aufwendungen und Erträge zum Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit). Hat der Steuerpflichtige zulässigerweise die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG gewählt, ist auch eine Gewinnschätzung in dieser Gewinnermittlungsart durchzuführen. Bei einem Wechsel der Gewinnermittlungsart sind Berichtigungen des Gewinns gemäß R 4.6 Abs. 1 EStR vorzunehmen, wenn der Gewinn im Anschluss an eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG nach Richtsätzen geschätzt oder nach einer Richtsatzschätzung im nächsten Jahr nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt wird. Ggf. müssen im Rahmen der Richtsatzschätzung zusätzlich Bestandsveränderungen (z. B. Warenbestände, Forderungen und Verbindlichkeiten) ermittelt bzw. geschätzt und berücksichtigt werden.

B) Aufbau der Richtsätze

5.

Richtsätze werden in v.H.-Sätzen des wirtschaftlichen Umsatzes für den Rohgewinn (Rohgewinn I bei Handelsbetrieben, Rohgewinn II bei Handwerks- und gemischten Betrieben (Handwerk mit Handel), für den Halbreingewinn und den Reingewinn ermittelt (Spalten 4 bis 7 der tabellarischen Übersicht der Richtsätze für die einzelnen Gewerbeklassen). Bei Handelsbetrieben wird daneben der Rohgewinnaufschlagsatz angegeben (Spalte 3 der Richtsätze für die einzelnen Gewerbeklassen). Für Handwerks- und gemischte Betriebe ist nachrichtlich auch ein durchschnittlicher Rohgewinn I in Spalte 4 der Richtsatzsammlung verzeichnet, der als Anhalt für den Waren- und Materialeinsatz dienen soll.

Zu den Handelsbetrieben im Sinne der Richtsätze rechnen auch die Betriebe nachstehender Gewerbeklassen:

  • Bäcker, Konditor
  • Cafés, Eisdielen, Gaststätten, Imbissbetriebe
  • Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit Halb-u. Vollpension (ohne Hotels garnis)
  • Fleischer, Metzger, Schlachter
  • Kosmetiksalons.

Als Fertigungsbetriebe im Sinne der Richtsätze gelten auch die Betriebe nachstehender Gewerbeklassen:

  • Frisörgewerbe
  • Glas-und Gebäudereinigungsbetriebe
  • Gerüstbauer
  • Kfz-Lackiererei und –Reparatur.

6.

Die Richtsätze bestehen aus einem oberen und einem unteren Rahmensatz sowie einem Mittelsatz. Die Rahmensätze tragen den unterschiedlichen Verhältnissen Rechnung. Der Mittelsatz ist das gewogene Mittel aus den Einzelergebnissen der geprüften Betriebe einer Gewerbeklasse.

8.

Der Aufbau der Richtsätze ist in dem nachstehend als Anlage abgedruckten Schema dargestellt.

Der Normalbetrieb weist folgende Merkmale auf:

8.1

Wirtschaftlicher Umsatz

8.1.1

Wirtschaftlicher Umsatz im Sinne der Richtsätze ist die Jahresleistung des Be-triebes zu Verkaufspreisen – ohne Umsatzsteuer – abzüglich der Preisnach-lässe und der Forderungsverluste.

Zum wirtschaftlichen Umsatz zählen auch:

  • Einnahmen aus sonstigen branchenüblichen Leistungen (z.B. aus Materialab-fällen, aus Automatenaufstellung in Gaststätten, Werbezuschüsse),
  • Bedienungsgelder sowie
  • Verbrauchsteuern (z.B. Biersteuer, Tabaksteuer, Getränkesteuer, Schaumweinsteuer), die entgeltmäßig miterhoben werden.

Zum wirtschaftlichen Umsatz zählen nicht:

  • Erträge aus gewillkürtem Betriebsvermögen,
  • Einnahmen aus Hilfsgeschäften,
  • Einnahmen aus in Vorjahren ausgebuchten Kundenforderungen,
  • Einnahmen aus nicht branchenüblichen Leistungen (z.B. aus ehrenamtlicher oder gutachtlicher Tätigkeit, aus Lotto- und Totoannahme),
  • unentgeltliche Wertabgaben,
  • Lieferungen und sonstige Leistungen i.S. des § 3 Abs. 1b UStG,
  • Leistungen an das Personal,
  • Leistungen für eigenbetriebliche Zwecke.

8.1.2

Bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Umsatzes werden Kundenforderungen und Anzahlungen von Kunden mit Nettowerten, d.h. ohne Umsatzsteuer verrechnet.

8.1.3

Bei Handelsbetrieben entspricht der wirtschaftliche Umsatz dem Sollumsatz. Bei Handwerksbetrieben werden fertige und teilfertige Erzeugnisse aus eigener Herstellung sowie angefangene Arbeiten bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Umsatzes zu Verkaufspreisen verrechnet, weil dem wirtschaftlichen Materialeinsatz und dem Einsatz an Fertigungslöhnen der entsprechende wirtschaftliche Umsatz gegenübergestellt wird. Die Verkaufspreise werden soweit wie möglich den Ausgangsrechnungen entnommen. Besteht diese Möglichkeit nicht, so werden die Verkaufspreise für die Bestände an fertigen und teilfertigen Erzeugnissen aus der eigenen Herstellung sowie an angefangenen Arbeiten in der Regel wie folgt ermittelt:

Herstellungskosten nach § 6 EStG

+ anteiliger Unternehmerlohn, wenn der Unternehmer an der Fertigung mitgearbeitet hat (der Zuschlag ist nach dem Ausmaß der Mitarbeit des Unternehmers zu bemessen)

+ Zuschlag für die in den Herstellungskosten nicht erfassten sonstigen Kosten (z.B. allgemeine Verwaltungskosten, soweit sie nicht in den steuerlichen Herstellungskosten enthalten sind, und Vertriebskosten), für Risiko und Gewinn (dieser Zuschlag ist ggf. zu schätzen, dabei ist der Fertigungsgrad zu berücksichtigen)

= Verkaufspreis bzw. anteilige Verkaufspreise (ohne Umsatzsteuer)

Bestände an fertigen, noch nicht abgerechneten Arbeiten werden ebenfalls mit Verkaufspreisen (ohne Umsatzsteuer) angesetzt.

8.2

Waren-/Materialeinsatz

8.2.1

Der Waren-/Materialeinsatz im Sinne der Richtsätze wird mit den steuerlichen Anschaffungskosten – ohne abziehbare Vorsteuer – unter Abzug der unentgeltlichen Wertabgaben (ggf. mit den festgesetzten Pauschbeträgen), der Lieferungen i. S. des § 3 Abs. 1b UStG, der unentgeltlichen Waren- und Materialabgaben an das Personal und des Waren-/Materialverbrauches für eigenbetriebliche Zwecke angesetzt.

Zum Waren-/Materialeinsatz zählen auch:

  • Nebenkosten bis zur Einlagerung (z.B. Frachten, Porti, Transportversicherungen, Warenumschließung, Umschlagskosten, Zölle, Verbrauchsteuern),
  • Werklieferungen und Werkleistungen fremder Unternehmen.

Zum Waren-/Materialeinsatz zählen nicht:

  • Betriebsstoffe (z.B. Energie- und Brennstoffe),
  • Gebühren (z.B. Schlacht- und Fleischbeschaugebühren),
  • Getränkesteuer.

8.2.2

Die Waren- und Materialanfangs- und -endbestände werden mit den steuerlichen Anschaffungskosten – ggf. vermindert um branchenübliche Teilwertabschläge – angesetzt.

8.2.3

Bei der Ermittlung des Waren-/Materialeinsatzes werden Lieferantenschulden und Anzahlungen an Lieferanten mit Nettowerten, d.h. ohne abziehbare Vorsteuer angesetzt.

8.3

Löhne und Gehälter

8.3.1

Zu den Löhnen und Gehältern gehören die Bruttobezüge (einschließlich aller Sachbezüge, wie freie Station, freie Wohnung und Deputate, Urlaubsgeld, Feiertagsvergütungen usw.). Nicht dazu zählt der Anteil des Arbeitgebers an der Sozialversicherung des Arbeitnehmers; er stellt allgemeine sachliche Betriebsaufwendungen dar.

8.3.2

Fertigungslöhne sind Löhne, die in Handwerksbetrieben oder in gemischten Betrieben auf den Fertigungsbereich entfallen. Sie werden bei der Ermittlung des Rohgewinns II vom wirtschaftlichen Umsatz abgezogen.

8.3.3

Unter Löhne und Gehälter für Verwaltung und Vertrieb fallen alle Bruttolöhne und Gehälter, die nicht zum Fertigungsbereich gehören.

8.3.4

Mitarbeit des Betriebsinhabers: Es wird davon ausgegangen, dass im Normal-betrieb ein Betriebsinhaber ohne Entlohnung mitarbeitet. Arbeitet der Betriebsinhaber aus irgendwelchen Gründen (wie Krankheit, hohes Alter) nicht oder nicht dauernd mit, so entsteht dem Betrieb gegenüber dem Normalbetrieb ein überhöhter Lohnaufwand, der vom Gesamtbetrag der Lohnaufwendungen gekürzt wird. Eine Kürzung der Lohnaufwendungen ist auch dann vorzunehmen, wenn und soweit an Stelle eines Betriebsinhabers ein Geschäftsführer entgeltlich tätig ist. Arbeiten andererseits bei einer Gesellschaft mehr als ein Gesellschafter unentgeltlich mit, wird für den zweiten (ggf. für jeden weiteren) unentgeltlich Mitarbeitenden ein angemessener Arbeitslohn (bspw. in Höhe einer dem Gewinn vorab zuzurechnenden Tätigkeitsvergütung) als erspart dem Gesamtbetrag der Löhne zugerechnet.

8.3.5

Mitarbeit des Ehegatten: Es wird unterstellt, dass die Mitarbeit des Ehegatten des Betriebsinhabers oder der Ehegatten der Gesellschafter angemessen entlohnt wird. Arbeitet der Ehegatte ohne oder für eine unangemessen niedrige Entlohnung mit, wird eine Zurechnung des ersparten Lohns vorgenommen.

8.3.6

Mitarbeit übriger Personen: Alle übrigen Personen arbeiten im Normalbetrieb im betriebserforderlichen Umfang und für angemessene Entlohnung mit. Die Lehrlingsvergütung entspricht der Arbeitsleistung.

8.3.7

Die Lohnaufwendungen für eigenbetriebliche Zwecke (z.B. für zu aktivierende Eigenleistungen oder innerbetriebliche Reparaturen) sind abzuziehen.

8.3.8

Löhne und Gehälter, die mit unentgeltlichen Wertabgaben und mit nicht zum wirtschaftlichen Umsatz gehörenden Leistungen zusammenhängen, sind auszuscheiden.

8.4

Betriebsaufwendungen

8.4.1

Außergewöhnliche Aufwendungen (z.B. ein mehrjähriger Erhaltungsaufwand, Kosten der Betriebsverlegung, Nachzahlungen für Betriebssteuern) sind beim Normalbetrieb nicht abzuziehen.

8.4.2

Das gleiche gilt für Aufwendungen, die das gewillkürte Betriebsvermögen betreffen, und für private und sonstige Aufwendungen, die mit nicht zum wirtschaftlichen Umsatz gehörenden Leistungen zusammenhängen.

Werden jedoch nicht zum notwendigen Betriebsvermögen gehörende Wirtschaftsgüter auch eigenbetrieblich genutzt, so sind die mit dieser Nutzung zusammenhängenden Aufwendungen abziehbar, soweit dies steuerlich zulässig ist.

8.4.3

Beim Anlagevermögen gehören Absetzungen wegen außergewöhnlicher tech-nischer oder wirtschaftlicher Abnutzung (§ 7 Abs. 1 letzter Satz EStG) und Sonderabschreibungen (außer für geringwertige Anlagegüter nach § 6 Abs. 2 EStG) nicht zum Aufwand. Abzugs- und Hinzurechnungsbeträge nach § 7g EStG dürfen sich beim Richtsatzvergleich nicht auf den Gewinn auswirken.

8.4.4

Wird der Vorsteuerabzug für die allgemeinen sachlichen Betriebsauf-wendungen nach Durchschnittsätzen ermittelt, so wird die Summe der allgemeinen sachlichen Betriebsaufwendungen um die nach Durchschnittssätzen ermittelte Vorsteuer gekürzt.

8.4.5

Nicht abziehbare Aufwendungen (z. B. Personensteuern, Aufsichtsratsvergütungen, Gewerbesteuer, Spenden) stellen keine sonstigen allgemeinen sachlichen Betriebsaufwendungen dar.

8.4.6

Löhne für eigenbetriebliche Zwecke, die entsprechend der Bemerkung in Nr. 8.3.7 nicht in den Lohnaufwendungen zu erfassen sind, werden – soweit sie keine Herstellungskosten darstellen – je nach ihrer Verursachung in den allgemeinen oder den besonderen sachlichen Betriebsaufwendungen erfasst.

8.4.7

Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung werden entsprechend den bei den Löhnen vorgenommenen Normalisierungen erhöht oder gekürzt.

8.4.8

Im Falle der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG werden den allgemeinen sachlichen Betriebsausgaben im steuerlichen Sinn die mit diesen Aufwandspositionen zusammenhängenden Verbindlichkeiten zum Ende des Wirtschaftsjahres zugerechnet und zum Anfang des Wirtschaftsjahres abgerechnet.

8.5

Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA)

VGA sind nicht mit dem körperschaftsteuerlichen, sondern mit dem für ein Einzelunternehmen maßgeblichen Wert für vergleichbare Sachverhalte (Privatentnahmen) anzusetzen. Um diesen Wert sind dann die durch die vGA entstandenen Aufwendungen zu kürzen, ggf. anteilig der Waren-/Materialeinsatz (Nr. 8.2), die Löhne und Gehälter (Nr. 8.3) oder die Betriebsaufwendungen (Nr. 8.4).

C) Anwendung der Richtsätze

9.

Verprobung

Bei der Verprobung nach Richtsätzen sind die in den Steuererklärungen ausgewiesenen Umsätze und Gewinne dem Aufbau der Richtsätze (vgl. Nr. 8) entsprechend zu normalisieren, d.h. vergleichbar zu machen.

10.

Schätzung

10.1

Schätzungsverfahren

Die Ausgangswerte für die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen sind

  • beim Handelsbetrieb der normalisierte Wareneinsatz,
  • beim Handwerks- und gemischten Betrieb der normalisierte Waren-, Material- und Fertigungslohneinsatz und
  • beim Dienstleistungsbetrieb (z.B. Fuhrgewerbe) die Summe aller normalisierten Betriebsausgaben.

Die Schätzung führt zum wirtschaftlichen Umsatz bzw. Halbrein- oder Reingewinn, der den Verhältnissen eines Normalbetriebs entspricht. Diese Ergebnisse sind insoweit zu erhöhen oder zu vermindern, als die Verhältnisse im Schätzungsfall von denen des Normalbetriebs abweichen (entnormalisieren).

10.2

Schätzungsrahmen

10.2.1

Bei der Schätzung nach Richtsätzen führt die Anwendung der Mittelsätze im allgemeinen zu dem Ergebnis, das mit der größten Wahrscheinlichkeit den tatsächlichen Verhältnissen am nächsten kommt. Ein Abweichen vom Mittelsatz kann jedoch durch besondere betriebliche oder persönliche Verhältnisse begründet sein, die nicht durch Entnormalisierungen erfassbar oder ansonsten betragsmäßig feststellbar sind.

10.2.2

Bei einzelnen Gewerbeklassen ist in Spalte 1 der Richtsätze ein Rahmen für den wirtschaftlichen Umsatz angegeben (z.B. bis 250.000 €, über 250.000 € bis 500.000 €, über 500.000 €). Liegt der wirtschaftliche Umsatz im unteren Bereich der jeweiligen Begrenzung, gelten die Richtsätze aus der oberen Rahmenhälfte, im oberen Bereich die aus der unteren Rahmenhälfte.

10.2.3

Soweit die Richtsätze für Handwerksbetriebe und gemischte Betriebe festgesetzt werden, sind bei unterdurchschnittlichem Waren- und Materialeinsatz Sätze der oberen Rahmenhälfte anzusetzen. Der durchschnittliche Waren- und Materialeinsatz ergibt sich aus dem nachrichtlich angegebenen Rohgewinn I.

10.2.4

Der Gewinn ist möglichst nach dem Halbreingewinnsatz zu schätzen, denn die vom Halbreingewinn abzusetzenden besonderen sachlichen und personellen Betriebsaufwendungen können im Allgemeinen festgestellt werden.

10.3

Schätzung bei Betrieben von Körperschaften

Der Gewinn ist zunächst nach den vorgenannten Grundsätzen zu schätzen. Dieser für ein Einzelunternehmen geschätzte Gewinn ist zu korrigieren, soweit er von dem nach § 8 KStG zu ermittelnden Einkommen abweicht. Hierbei ist zu beachten, dass beispielsweise vGA, Personensteuern und Spenden dem nach Richtsätzen geschätzten Gewinn nicht mehr zugerechnet werden dürfen. VGA sind allerdings dann hinzuzurechnen, wenn und soweit ihr körperschaftsteuerlich anzusetzender Wert den in den Richtsätzen bereits berücksichtigten Wert (vgl. Nr. 8.5) übersteigt.

Beispiel:

Reingewinn nach Richtsätzen
./.Geschäftsführergesamtbezüge
./.Arbeitgeberanteil Geschäftsführergehalt
./.abzugsfähige Spenden (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG)
=zu versteuerndes Einkommen
 11.

Beispiele für die Normalisierungen

Korrekturen

Tatsächliche Verhältnisseder Merkmalebei der Verprobung zur Ermittlung vergleichbarer Merkmale (Normalisierung)bei der Schätzung zur Ermittlung der zutreffenden betriebsindividuellen Merkmale (Entnormalisierung)
Bestandserhöhung bei angefangenen Arbeiten (Herstellungskosten 20.000 €wirtsch. UmsatzErhöhung um 30.000 €Kürzung um 30.000 €
Verkaufspreis 30.000 €)ReingewinnErhöhung um 10.000 €Kürzung um 10.000 €
Unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) 6.000 €wirtsch. UmsatzKürzung um 6.000 €Erhöhung um 6.000 €
WareneinsatzKürzung um 6.000 €——–
Reingewinnohne Änderungohne Änderung, Schätzung aus dem wirtschaftlichen Umsatz vor der Erhöhung um die unentgeltlichen Wertabgaben
Der Inhaber eines Handelsbetriebs war 6 Monate krank

Aufwand für Ersatzkraft 15.000 €

ReingewinnErhöhung um 15.000 €Kürzung um 15.000 €
Überhöhte Miete an Gesellschafter einer GmbH 5.000 €ReingewinnErhöhung um 5.000 €——–
Einnahmen aus Hilfsgeschäftenwirtsch. UmsatzKürzung um 2.000 €Erhöhung um 2.000 €
in Höhe von 2.000 €ReingewinnKürzung um 2.000 €Erhöhung um 2.000 €

Anlage zu den Vorbemerkungen

Aufbau der Richtsätze

Richtsatzsammlung 2016
Richtsatzsammlung 2016
Richtsatzsammlung 2016
Richtsatzsammlung 2016

Synonyme der in der Richtsatzsammlung aufgeführten Gewerbeklassen in alphabetischer Reihenfolge

Anmerkung der DATEV Redaktion LEXinform:

Abweichend zur Auflistung der Synonyme des BMF-Schreibens bieten wir Ihnen nachfolgend einen direkten Zugriff mittels Verlinkung auf die einzelnen Gewerbeklassen.

Die Gewerbeklasse

finden Sie unter

A
Ambulante soziale DiensteAmbulante soziale Dienste
AnstreicherMaler- und Lackierergewerbe
Anstrichbedarf, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
ApothekenApotheken
Asia-ImbissImbissbetriebe
Auto…Kfz…
B
Bäckerei, KonditoreiBäckerei, Konditorei
Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
BaugeschäftBauunternehmen
Baumaler und -lackiererMaler- und Lackierergewerbe
BauschreinerSchreiner, Tischlerei
BausteinmetzSteinbildhauer und Steinmetzerei
BauschlosserSchreinerei, Tischlerei
BauspenglereiDachdeckerei und Bauspenglerei
BautischlerSchreinerei, Tischlerei
BauunternehmenBauunternehmen
BeamerUnterhaltungselektronik, Eh.
BeerdigungsinstitutBestattungsunternehmen
BeherbergungsgewerbeBeherbergungsgewerbe
Bekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Bekleidungszubehör, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
BestattungsunternehmenBestattungsunternehmen
BierwirtschaftGaststätten
BlechnerHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Blumen und Pflanzen, Eh.Blumen und Pflanzen, Eh.
BräunungsstudioSolarien
Brennstoffe, Eh.Brennstoffe, Eh.
BrotbäckereiBäckerei, Konditorei
BuchdruckereiDruckereien
Bücher, Eh.Bücher, Eh.
BüglereiChemische Reinigung und Wäscherei
Büroartikel, Eh.Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.
BüromaschinenComputer und Software, Eh.
BusunternehmenFuhrgewerbe
C
CafésCafés
Campingartikel, Eh.Sport- und Campingartikel, Eh.
CDs (Musik), Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
Chemische Reinigung und WäschereiChemische Reinigung und Wäscherei
Computer und Software, Eh.Computer und Software, Eh.
D
Dachdeckerei und BauspenglereiDachdeckerei und Bauspenglerei
Damen- und HerrenfrisörFrisörgewerbe
Damenbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
DamenfrisörFrisörgewerbe
DatenverarbeitungsgeräteComputer und Software, Eh.
DekorateurRaumausstatter
DiktiergeräteComputer und Software, Eh.
Döner-ImbissImbissbetriebe
Drogerien und ParfümerienDrogerien und Parfümerien
Drucker, Eh.Computer und Software, Eh.
DruckereienDruckereien
E
Edelmetallwaren, Eh.Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
Einrichtungsgegenstände, Eh.Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände, Eh.
EiscafésEisdielen
EisdielenEisdielen
Eisenwaren, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
EissalonsEisdielen
Elektrogeräte, Eh.Elektrotechnische Erzeugnisse, Eh.
ElektroinstallationElektroinstallation
Elektrotechnische Erzeugnisse, Eh.Elektrotechnische Erzeugnisse, Eh.
EstrichlegereiFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
F
Fahrräder, Eh.Fahrräder, Eh.
FahrschulenFahrschulen
FarbenBau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
FeinbäckereiBäckerei, Konditorei
Feinkeramikwaren, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Feinkostwaren, Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
Fernsehgeräte, Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
FingernagelstudioKosmetiksalons
Fische und Fischerzeugnisse, Eh.Fische und Fischerzeugnisse, Eh.
FitnesszentrenFitnesszentren
FlaschnereiHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Fleischerei, Metzgerei, SchlachtereiFleischerei, Metzgerei, Schlachterei
FliesenlegerFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
FlipperautomatenSpielhallen und Betrieb von Spielautomaten
Fotografen (Potrait- und Werbefotografen)Fotografen (Potrait- und Werbefotografen)
FrisörgewerbeFrisörgewerbe
FuhrgewerbeFuhrgewerbe (Busunternehmen, Güterbeförderung im Nahverkehr,Güterbeförderung im Fernverkehr,Taxigewerbe und Mietwagen mit Fahrer)
Fußboden-, Fliesen- und PlattenlegereiFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
Fußbodenbelag, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf,Anstrichmittel, Eh.
FußpflegeKosmetiksalons
G
Garten- u. LandschaftsbauGarten- u. Landschaftsbau
GasinstallationHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
GasthofBeherbergungsgewerbe
GaststättenGaststätten (Gast-, Speise- und Schankwirtschaften, Pizzerien, Cafés)
GastwirtschaftenGaststätten (Gast-, Speise- und Schankwirtschaften, Pizzerien, Cafés)
GebäudereinigungGlas- und Gebäudereinigung
GeldspielautomatenSpielhallen und Betrieb von Spielautomaten
Gemüse, Eh.Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
Genussmittel, Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
GerüstbauGerüstbau
Geschenkartikel, Eh.Kunstgewerbliche Erzeugnisse, Geschenkartikel, Eh.
GesichtsmassageKosmetiksalons
Getränke, Eh.Getränke
Glas- und GebäudereinigungGlas- und Gebäudereinigung
GlasergewerbeGlasergewerbe
Glaswaren, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Goldschmiedewaren, Eh.Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
Güterbeförderung mit KraftfahrzeugenFuhrgewerbe (Güterbeförderung im Nahverkehr)
GrabsteingeschäftSteinbildhauerei und Steinmetzerei
GüternahverkehrFuhrgewerbe (Güterbeförderung im Nahverkehr)
H
HandarbeitenTextilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Handarbeitsbedarf, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
HandyshopTelekommunikationsgeräte und Mobiltelefone, Eh.
Haushaltsgegenstände, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Hausrat, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Heimwerkerbedarf, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf,Anstrichmittel, Eh.
HeißmangelChemische Reinigung und Wäscherei
Heizöl, Eh.Brennstoffe, Eh.
Heizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und KlimatechnikHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Herrenbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
HerrenfrisörFrisörgewerbe
HobelwerkeSäge- und Hobelwerke
HolzbauZimmerei
Holzhausrat, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
HotelBeherbergungsgewerbe (Hotels garni, Gasthöfe und Pensionen mit Frühstück)
Hüte, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
I
ImbissbetriebeImbissbetriebe
Imbissbetriebe mit asiatischem SpeiseangebotImbissbetriebe
Installation von Gas- und FlüssigkeitsleitungenHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
K
Kartoffeln, Eh.Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
Keramik, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Kfz-EinzelhandelKraftfahrzeugeinzelhandel
Kfz-LackiererKraftfahrzeuglackierer
Kfz-ReparaturKraftfahrzeugreparatur
Kfz-ZubehörhandelKraftfahrzeugzubehörhandel
Kinderbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Kioske und VerkaufsständeKioske und Verkaufsstände
KlempnereiHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
KlimatechnikHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Kohlen, Eh.Brennstoffe, Eh.
KonditoreiBäckerei, Konditorei oder Cafés
Körperpflegemittel, Eh.Drogerien und Parfümerien
Kopiergeräte, Eh.Computer und Software, Eh.
KosmetikDrogerien und Parfümerien
KosmetiksalonsKosmetiksalons
KraftfahrschulenFahrschulen
KraftwagenverkehrFuhrgewerbe (Busunternehmen, Güterbeförderung im Nahverkehr,Güterbeförderung im Fernverkehr,Taxigewerbe und Mietwagen mit Fahrer
Küchengeräte, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Kunstgewerbliche Erzeugnisse, Geschenkartikel, Eh.Kunstgewerbliche Erzeugnisse, Geschenkartikel, Eh.
KunstschlossereiSchlosserei
Kunststoffhausrat, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Kurzwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
L
Lacke, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
LackiererMaler- und Lackierergewerbe
Lackierung von StraßenfahrzeugenKraftfahrzeuglackiererei
Landschaftsgärtner, -gestaltungGarten- u. Landschaftsbau
Lebensmittel, Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
Lederwaren und Reisegepäck, Eh.Lederwaren und Reisegepäck, Eh.
Leuchten, Eh.Elektrotechnische Erzeugnisse, Eh.
LüftungstechnikHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
M
Maler- und LackierergewerbeMaler- und Lackierergewerbe
ManiküreKosmetiksalons
Metallwaren, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
Meterwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
MetzgereiFleischerei, Metzgerei, Schlachterei
Mietwagen mit FahrerFuhrgewerbe
Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände, Eh.Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände, Eh.
MöbelschreinereiSchreinerei, Tischlerei
MöbeltischlereiSchreinerei, Tischlerei
MobiltelefoneTelekommunikationsgeräte und Mobiltelefone, Eh.
MosaiklegerFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
Mützen, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
N
Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost), Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost), Eh.
Naturkost, Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
O
Oberbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
OmnibusunternehmenFuhrgewerbe
OptikerOptiker
P
Papierwaren, Eh.Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.
ParfümerienDrogerien und Parfümerien
PediküreKosmetiksalons
PensionBeherbergungsgewerbeoder Hotels garni, Gasthöfe und Pensionen mit Frühstück
Personenbeförderung mit KraftfahrzeugenFuhrgewerbe
Pflanzen, Eh.Blumen und Pflanzen, Eh.
PflegedienstAmbulante soziale Dienste
PizzerienGaststätten (Gast-, Speise- und Schankwirtschaften, Pizzerien, Cafés)
PlattenlegerFußboden-, Fliesen- und Plattenlegerei
PolstererRaumausstatter
Polsterwaren, Eh.Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände, Eh.
PortraitfotografFotografen (Potrait- und Werbefotografen)
Porzellanwaren, Eh.Haushaltsgegenstände, Eh.
R
Radiogeräte, Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
RaumausstatterRaumausstatter
Reformwaren, Eh.Nahrungs- und Genussmittel versch. Art einschl. Reformwaren (Naturkost)
ReisegepäckLederwaren und Reisegepäck, Eh.
RestaurantGaststätten
Restaurant mit asiatischem SpeiseangebotGaststätten
Rundfunkgeräte, Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
S
Säge- und HobelwerkeSäge- und Hobelwerke
Säuglingsbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Scanner, Eh.Computer und Software, Eh.
Schallplatten, Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
SchankwirtschaftGaststätten
Schirme, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
SchlachtereiFleischerei, Metzgerei, Schlachterei
SchlossereiSchlosserei
SchmiedSchlosserei
Schmuckwaren, Eh.Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
Schneidereibedarf, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
SchnellimbissImbissbetriebe
SchnellreinigungChemische Reinigung und Wäscherei
Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.
Schreinerei, TischlereiSchreinerei, Tischlerei
Schuhe und Schuhwaren, Eh.Schuhe und Schuhwaren, Eh.
Schuhwaren, Eh.Schuhe und Schuhwaren, Eh.
Schulartikel, Eh.Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel, Eh.
Silberwaren, Eh.Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
SoftwareComputer und Software, Eh.
SolarienSolarien
SpeiseeisEisdielen
SpeisewirtschaftGaststätten
SpenglereiDachdeckerei und Bauspenglerei
SpielautomatenSpielhallen und Betrieb von Spielautomaten
Spielhallen und Betrieb von SpielautomatenSpielhallen und Betrieb von Spielautomaten
Spielwaren, Eh.Spielwaren, Eh.
Spirituosen, Eh.Getränke, Eh.
Sport und Campingartikel, Eh.Sport und Campingartikel, Eh.
Steinbildhauerei und SteinmetzereiSteinbildhauerei und Steinmetzerei
SteinmetzSteinbildhauerei und Steinmetzerei
Strickwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Südfrüchte, Eh.Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln, Eh.
T
Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.
Tapeten, Eh.Bau- und Heimwerkerbedarf, Anstrichmittel, Eh.
TapeziererRaumausstatter
Täschnerwaren, Eh.Lederwaren und Reisegepäck, Eh.
TaxigewerbeFuhrgewerbe
Telekommunikationsendgeräte und Mobiltelefone, Eh.Telekommunikationsendgeräte und Mobiltelefone, Eh.
Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
TischlereiSchreinerei, Tischlerei
TüncherMaler- und Lackierergewerbe
U
Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.Uhren, Edelmetall- und Schmuckwaren, Eh.
Unterhaltungselektronik, Eh.Unterhaltungselektronik, Eh.
Unterhaltungszeitschriften, Eh.Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.
V
VerkaufsständeKiosk und Verkaufsstände
Versicherungsmakler (inkl. Versicherungsvertreter)Versicherungsmakler (inkl. Versicherungsvertreter)
VersicherungsvertreterVersicherungsmakler (inkl. Versicherungsvertreter)
Video…Unterhaltungselektronik, Eh.
W
Wäsche, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
WäschereiChemische Reinigung und Wäscherei
WasserinstallationHeizungs-, Gas- und Wasserinstallation, Klempnerei, Lüftungs- und Klimatechnik
Wein, Eh.Getränke, Eh.
WeinwirtschaftGaststätten
WeißbinderMaler- und Lackierergewerbe
Weißwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
WerbefotografFotografen (Potrait- und Werbefotografen)
Wirkwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
WirtschaftGaststätten
Wollwaren, Eh.Textilwaren verschiedener Art und Oberbekleidung, Eh.
Z
Zeitschriften, Eh.Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.
Zigarren und Zigaretten, Eh.Tabakwaren und Zeitschriften, Eh.
ZimmereiZimmerei

Umrechnung der Rohgewinnsätze in Rohgewinnaufschlagsätze

Es entsprichtEs entsprichtEs entspricht
ein Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes voneinem Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. vonein Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes voneinem Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. vonein Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes voneinem Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. von
11,013451,5267203,03
22,043553,8568212,50
33,093656,2569222,58
44,173758,7370233,33
55,263861,2971244,83
66,383963,9372257,14
77,534066,6773270,37
88,704169,4974284,62
99,894272,4175300,00
1011,114375,4476316,67
1112,364478,5777334,78
1213,644581,8278354,55
1314,944685,1979376,19
1416,284788,6880400,00
1517,654892,3181426,32
1619,054996,0882455,56
1720,4850100,0083488,24
1821,9551104,0884525,00
1923,4652108,3385566,67
2025,0053112,7786614,29
2126,5854117,3987669,23
2228,2155122,2288733,33
2329,8756127,2789809,09
2431,5857132,5690900,00
2533,3358138,10911.011,11
2635,1459143,90921.150,00
2736,9960150,00931.328,57
2838,8961156,41941.566,67
2940,8562163,16951.900,00
3042,8663170,27962.400,00
3144,9364177,78973.233,33
3247,0665185,71984.900,00
3349,2566194,12999.900,00

Umrechnung der Rohgewinnaufschlagsätze in Rohgewinnsätze

Es entsprichtEs entsprichtEs entspricht
ein Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. voneinem Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes vonein Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. voneinem Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes vonein Rohgewinnaufschlagsatz in v. H. des Wareneinsatzes bzw. Waren- und Materialeins. voneinem Rohgewinnsatz in v. H. des Umsatzes von
10,994330,078545,95
21,964430,568646,24
32,914531,038746,52
43,854631,518846,81
54,764731,978947,09
65,664832,439047,37
76,544932,899147,64
87,415033,339247,92
98,265133,779348,19
109,095234,219448,45
119,915334,649548,72
1210,715435,069648,98
1311,505535,489749,24
1412,285635,909849,49
1513,045736,319949,75
1613,795836,7110050,00
1714,535937,1111052,38
1815,256037,5012054,55
1915,976137,8913056,52
2016,676238,2714058,33
2117,366338,6515060,00
2218,036439,0216061,54
2318,706539,3917062,96
2419,356639,7618064,29
2520,006740,1219065,52
2620,636840,4820066,67
2721,266940,8325071,43
2821,887041,1830075,00
2922,487141,5235077,78
3023,087241,8640080,00
3123,667342,2045081,82
3224,247442,5350083,33
3324,817542,8655084,62
3425,377643,1860085,71
3525,937743,5065086,67
3626,477843,8270087,50
3727,017944,1375088,24
3827,548044,4480088,89
3928,068144,7585089,47
4028,578245,0590090,00
4129,088345,3695090,48
4229,588445,65100090,91

Gewerbeklassen in alphabetischer Reihenfolge

Anmerkung der DATEV Redaktion LEXinform:

Bitte nutzen Sie unseren Zugang über die einzelnen Gewerbeklassen. Unser Service bietet Ihnen neben den aktuellen Werten zusätzlich auf einen Blick die Werte der Vorjahre. Über nachfolgenden Link springen Sie direkt zu Kapitel Synonyme der in der Richtsatzsammlung aufgeführten Gewerbeklassen in alphabetischer Reihenfolge.

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2016

Vorbemerkungen
  1. Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben werden auf der Grundlage der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Aufwendungen privater Haushalte für Nahrungsmittel und Getränke festgesetzt.
  2. Sie beruhen auf Erfahrungswerten und bieten dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, die Warenentnahmen monatlich pauschal zu verbuchen. Sie entbinden ihn damit von der Aufzeichnung einer Vielzahl von Einzelentnahmen.
  3. Diese Regelung dient der Vereinfachung und lässt keine Zu- und Abschläge zur Anpassung an die individuellen Verhältnisse (z. B. individuelle persönliche Ess- oder Trinkgewohnheiten, Krankheit oder Urlaub) zu.
  4. Der jeweilige Pauschbetrag stellt einen Jahreswert für eine Person dar. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrages. Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist die Hälfte des jeweiligen Wertes anzusetzen. Tabakwaren sind in den Pauschbeträgen nicht enthalten. Soweit diese entnommen werden, sind die Pauschbeträge entsprechend zu erhöhen (Schätzung).
  5. Die pauschalen Werte berücksichtigen im jeweiligen Gewerbezweig das allgemein übliche Warensortiment.
  6. Bei gemischten Betrieben (Fleischerei/Metzgerei oder Bäckerei mit Lebensmittelangebot oder Gaststätten) ist nur der jeweils höhere Pauschbetrag der entsprechenden Gewerbeklasse anzusetzen.
GewerbezweigJahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer
ermäßigter Steuersatzvoller Steuersatzinsgesamt
Bäckerei1.1994041.603
Fleischerei/Metzgerei9308351.765
Gaststätten aller Art
a) mit Abgabe von kalten Speisen1.1729832.155
b) mit Abgabe von kalten und warmen Speisen1.6161.7643.380
Getränkeeinzelhandel95297392
Café und Konditorei1.1586471.805
Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier (Eh.)64768715
Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)1.3207542.074
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)297216513

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2017

Vorbemerkungen
  1. Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben werden auf der Grundlage der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Aufwendungen privater Haushalte für Nahrungsmittel und Getränke festgesetzt.
  2. Sie beruhen auf Erfahrungswerten und bieten dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, die Warenentnahmen monatlich pauschal zu verbuchen. Sie entbinden ihn damit von der Aufzeichnung einer Vielzahl von Einzelentnahmen.
  3. Diese Regelung dient der Vereinfachung und lässt keine Zu- und Abschläge zur Anpassung an die individuellen Verhältnisse (z. B. individuelle persönliche Ess- oder Trinkgewohnheiten, Krankheit oder Urlaub) zu.
  4. Der jeweilige Pauschbetrag stellt einen Jahreswert für eine Person dar. Für Kinder bis zum vollendeten 2. Lebensjahr entfällt der Ansatz eines Pauschbetrages. Bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ist die Hälfte des jeweiligen Wertes anzusetzen. Tabakwaren sind in den Pauschbeträgen nicht enthalten. Soweit diese entnommen werden, sind die Pauschbeträge entsprechend zu erhöhen (Schätzung).
  5. Die pauschalen Werte berücksichtigen im jeweiligen Gewerbezweig das allgemein übliche Warensortiment.
  6. Bei gemischten Betrieben (Fleischerei/Metzgerei oder Bäckerei mit Lebensmittelangebot oder Gaststätten) ist nur der jeweils höhere Pauschbetrag der entsprechenden Gewerbeklasse anzusetzen.
GewerbezweigJahreswert für eine Person ohne Umsatzsteuer
ermäßigter Steuersatzvoller Steuersatzinsgesamt
Bäckerei1.1423811.523
Fleischerei/Metzgerei8358111.646
Gaststätten aller Art
a) mit Abgabe von kalten Speisen1.0561.0192.075
b) mit Abgabe von kalten und warmen Speisen1.5841.6583.242
Getränkeeinzelhandel99283382
Café und Konditorei1.1066021.708
Milch, Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier (Eh.)55374627
Nahrungs- und Genussmittel (Eh.)1.0696391.708
Obst, Gemüse, Südfrüchte und Kartoffeln (Eh.)258221479

Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für zurückliegende Kalenderjahre

Anmerkung der DATEV Redaktion LEXinform:

Ergänzend zum BMF-Schreiben erhalten Sie nachfolgend die Zusammenstellung der Dokumente “Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben” für weitere Jahre der Vergangenheit:

  • Jahr 2015 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2015
  • Jahr 2014 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2014
  • Jahr 2013 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2013
  • Jahr 2012 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2012
  • Jahr 2011 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2011
  • Jahr 2010 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2010
  • Jahr 2009 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2009
  • Jahr 2008 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2008
  • Jahr 2007 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2007
  • Jahr 2006 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2006
  • Jahr 2005 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2005
  • Jahr 2004 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für das Kalenderjahr 2004
  • Jahr 2003 / 2002 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für die Kalenderjahre 2003 / 2002
  • Jahr 2001 / 2000 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für die Kalenderjahre 2001 / 2000
  • Jahr 1999 / 1998 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für die Kalenderjahre 1999 / 1998
  • Jahr 1997 / 1996 – Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) für die Kalenderjahre 1997 / 1996